Austausch mit Stahlunternehmen Gothe

29.04.2026

Globale Krisen im Alltag der Betriebe: Dialog mit Heinz Gothe GmbH & Co. KG zeigt konkrete Folgen für Mittelstand und Beschäftigte

Wie wirken sich internationale Krisen ganz konkret auf Arbeitsplätze, Familienunternehmen und das Leben der Beschäftigten vor Ort aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Besuchs der Mönchengladbacher CDU-Landtagsabgeordneten Vanessa Odermatt und Jochen Klenner sowie des CDU-Ratsherrn und Vorsitzenden der CDU Rheydt, Andreas Pillen, bei der Heinz Gothe GmbH & Co. KG. Gastgeber waren die Geschäftsführer Bernd Gothe und Beate Gothe, die gemeinsam mit Mitarbeitenden einen offenen Einblick in die Situation des Unternehmens gaben.

Beim Rundgang durch die Werkshallen wurde deutlich: Die industrielle Fertigung am Standort Rheydt ist hoch spezialisiert und leistungsfähig – gleichzeitig aber auch in besonderem Maße von globalen Entwicklungen abhängig. Steigende Energiepreise, fragile Lieferketten und wirtschaftliche Unsicherheiten wirken sich direkt auf Produktion, Auftragslage und Investitionsentscheidungen aus.

Das Unternehmen fertigt geschweißte Rohre und Fittings aus Edelstahl und Spezialwerkstoffen, ist im Apparate- und Behälterbau tätig und realisiert komplexe Rohrleitungssysteme. Als inhabergeführter Betrieb seit 1920 steht Heinz Gothe exemplarisch für die Stärke des Mittelstands – aber auch für dessen Verwundbarkeit in Krisenzeiten.

Die Gespräche machten deutlich: Die globalen Verwerfungen enden nicht am Werkstor – sie setzen sich im Alltag der Beschäftigten fort. Steigende Preise für Miete, Mobilität und Lebensmittel sowie Sorgen vor Altersarmut belasten viele Familien spürbar. "Damit wird klar: Wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Wenn Betriebe unter Druck geraten, spüren das auch die Menschen, die dort arbeiten", so Odermatt, Klenner und Pillen.

Auch die Gewinnung von Nachwuchskräften steht im Spannungsfeld dieser Entwicklungen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit wird es schwieriger, junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk und im industriellen Mittelstand zu begeistern. Dabei gilt: Wer Perspektiven für die nächste Generation schaffen will, muss heute die Stabilität der Betriebe sichern.

"Der Austausch hat eindrücklich gezeigt: Die Auswirkungen globaler Krisen auf heimische Industriearbeitsplätze, Familienunternehmen und Beschäftigte müssen stärker in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen rücken. Verlässliche Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähige Energiepreise und der Abbau bürokratischer Belastungen sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen bestehen und Arbeitsplätze gesichert werden können", fassen die CDU-Politiker den Austausch zusammen. Der Besuch habe deutlich gemacht: "Globale Krisen sind längst vor Ort angekommen – in den Betrieben und bei den Menschen. Eine starke Wirtschaftspolitik ist daher immer auch Sozialpolitik. Die Sicherung des Mittelstands bedeutet zugleich die Sicherung von Arbeitsplätzen, Perspektiven und gesellschaftlichem Zusammenhalt."